Virtuelle Fachtagung „Radonsicheres Bauen“
Block 2: Fachvorträge des Sachverständigen Dipl.-Ing. Gerhard Klingelhöfer
Teil 1: „Gesetz und Regelwerke zum Radonschutz“
Teil 2: „Bauliche und lüftungstechnische Maßnahmen zum Radonschutz“
Teil 3: „Feuchteschutzmaßnahmen schützen auch vor Radongasen“
Teil 4:“Abdichtungsfehler aus der Baupraxis, Fazit für Fachplaner“

Teil 1: „Gesetz und Regelwerke zum Radonschutz“

  • Radonschutz nach Strahlenschutzgesetz vom 31.12.2018.
  • Geltungsbereich sind Wohn- und Arbeitsräume.
  • Bundesländer weisen Radonvorsorgegebiete aus.
  • Publikationen amtlicher Stellen.
  • Radonmaßnahmenplan des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  • Erdreich und Baustoffe als Radonquellen
  • Maßnahmen zur Verminderung der Konzentration:
    – Abdichtung durch Feuchteschutz.
    – Verminderung der Radonkonzentration im Boden.
    – Einflüsse innerhalb des Gebäudes.

Teil 2: DIN/TS 18117 (Entwurf) „Bauliche und lüftungstechnische Maßnahmen zum Radonschutz“ und die Folgerungen zum Schutz vor Radon in Gebäuden sowie mitgeltende Normen.

  • Der Normentwurf gilt für Gebäude mit Aufenthaltsräumen und Arbeitsplätzen.
  • Zu unterscheiden sind bauliche und lüftungstechnische Schutzmaßnahmen.
  • Konvektiver und diffuser Eintritt sowie Ausbreitung von Radongasen in Gebäude ist zu vermeiden.
  • Als Primärmaßnahme gelten luft- und gasdichte Abdichtungen erdberührter Bauteile.
    Das betrifft die Abdichtung der Flächen, Fugen, Durchdringungen, Rissverschlüsse usw.
  • Unterstützend wirken Maßnahmen zur Reduzierung von Radon im Erdreich, z.B. Radonbrunnen.

Als sekundäre Maßnahmen können lüftungstechnische Anlagen und Innenabdichtungen gegen Radongas schützen. Zulässig sind manuelle, freie und Ventilator gesteuerte Lüftungen. Neben dem Radoneintritt aus dem Erdreich ist auch die Radon Exhalation aus Baumaterialien zu beachten. Diese hat jedoch nur eine geringere Bedeutung.

Teil 3: Feuchteschutzmaßnahmen schützen auch vor Radongasen

WU-Beton nach der WU-Richtlinie des DAfSb und hautförmige Abdichtungen nach DIN 18533 „Abdichtung erdberührter Bauwerke“. ür Bauen im Bestand gilt zusätzlich die WTA Richtlinie MB 4-6 „Nachträgliche Abdichtung“. Es werden Beispiele aus der Baupraxis gezeigt.

  • WU-Beton gilt nicht als gas- und wasserdicht, weil er nicht rissüberbrückend ist. Bei hochwertiger Nutzung sind Zusatzmaßnahmen erforderlich.
  • Bahnen oder flüssig zu verarbeitende Abdichtungen nach DIN 18533 sind rissüberbrückend und damit gas- und wasserdicht.
    Detailpunkte wie z.B. Einführungen sind sorgfältig anzuarbeiten.
    Neuartige Frischbeton-Verbundbahnen sind bisher nicht in einer Norm geregelt.
    Sachstandsbericht des DBV.

Bodengutachten auf das Vorhandensein von Radon erweitern.

Teil 4: Abdichtungsfehler aus der Baupraxis, Fazit für Fachplaner
Was wasserdicht ist schützt auch gegen Radongas.
Beispiele von Ausführungsfehlern, z.B.

  • Rohrdurchführungen,
  • Hauseinführungssysteme,
  • lückenhafte Abdichtung,
  • Abdichtung zu dünn oder zu dick,
  • falscher Voranstrich,
  • Leerrohr bei Verfüllung abgedrückt,
  • durch Setzungen beschädigte Außenabdichtung,
  • Flansche ungenügend angearbeitet,
  • Kernbohrungen unbeschichtet
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